krautreporter.de -> 77 gute Nachrichten von denen du 2020 wahrscheinlich nichts mitbekommen hast

Die Internetseite des Magazins „Krautreporter“ hat am 22. Dezember 2020 diesen Artikel online gestellt -> Link .

In unsere Zeit voller Negativnachrichten ist es für mich sehr erbaulich, von einer Anzahl positiver, Mut machender Ereignisse zu lesen. Im Folgenden zitiere ich ein paar Schlagzeilen aus dem Artikel.

Momente der Hoffnung in der Corona-Krise

Wo es der Umwelt besser geht

Das sind die besten Mittel gegen Hass und Populismus

Kleine Schritte im Klimaschutz, die zusammen eine große Wirkung entfalten können

Das stärkt Demokratie und Miteinander

Die Straße als Wohnzimmer – so kann der Verkehr besser werden

Weniger Gewalt schafft mehr Frieden

Mehr Gleichberechtigung bedeutet mehr Freiheit

Hier wird den Ärmsten geholfen

Hier der Link zum Artikel.

99 gute nachrichten von denen du 2019 wahrscheinlich nichts mitbekommen hast

Die Internetseite des Magazins "Krautreporter" hat am 11.12.2019 diesen Artikel online gestellt -> Link .

In unsere Zeit voller Negativnachrichten ist es für mich sehr erbaulich, von einer Anzahl positiver, Mut machender Ereignisse zu lesen. Im Folgenden zitiere ich aus dem Artikel. Den vollständigen Beitrag findet ihr unter dem Link oben.

Nun folgt ein langes Zitat daraus:

von Vera Fröhlich und Onno Tasler

11. Dezember 2019

Die Welt ist auch in diesem Jahr nicht untergegangen. Man muss nur auch auf die guten Nachrichten achten. Deswegen haben wir sie gesammelt.

Saubere Flüsse, mehr Schmetterlinge – an einigen Orten geht es der Umwelt wieder besser

Ghana hat den Bergbau von Quecksilber und anderen Schadstoffen verboten – mit erstaunlichem Erfolg: Zwei Jahre nach dem Verbot ist der Ankobra, einer der größten Flüsse im Westen des afrikanischen Landes, nicht mehr schlammig braun. Er ist wieder sauber und blau, so wie früher, sagen die Anwohner. (Our Storis Online)

Der Sudbury-Effect: Vor 40 Jahren hatten Nickelminen und Schmelzwerke um Sudbury, einer kleinen Stadt im Norden Ontarios (Kanada), eines der drastischsten Beispiele für Umweltzerstörung in der Geschichte unseres Planeten geschaffen. Die ganze Landschaft erschien tot und geschwärzt. Heute verfügt Sudbury über die sauberste Luft aller Städte in der kanadischen Provinz Ontario. (CBC)

Die Emscher im Ruhrgebiet ist wieder ein Fluss: Die Emscher war viele Jahrzehnte ein stinkender Abwasserkanal. Chemie und Fäkalien bildeten eine modrige Brühe. Jetzt ist sie renaturiert – eine Erfolgsgeschichte des Umweltschutzes. (Deutschlandfunk)

Lignin statt Lithium: Ein Batterie-Entwickler aus Alzenau in Unterfranken hat eine erneuerbare Speichertechnologie entwickelt – sogenannte Organic-Flow-Batterien. Basis dafür ist ein Abfallprodukt aus der Papierherstellung. (Bayerischer Rundfunk)

Der Mix aus Acker, Bäumen und Tieren auf dem Feld kann den Ertrag von Landwirten steigern, haben Wissenschaftler herausgefunden. Baumreihen auf Feldern erhöhen die Bodenfruchtbarkeit, schützen vor Erosion und bieten neue Einnahmequellen. (Brandenburgische Technische Universität)

Bremer Supermarkt erlaubt das „Containern“ – mit Regeln: Hinweise und Verhaltensregeln sollen Bedürftigen und Lebensmittelretter:innen die Angst nehmen, „erwischt“ zu werden. Juristisch ist Containern Diebstahl. Gleichzeitig wird erklärt, was ohne Bedenken aus der Tonne gegessen werden kann. (Buten un binnen)

Nachhaltigkeit als Schulfach: Radios aufschrauben, Radreifen flicken, Kleidung ausbessern – damit solches Wissen nicht verloren geht, hat die Universität Oldenburg erforscht, wie man Nachhaltigkeit besser im Unterricht verankern kann. (Deutschlandfunk)

Kleine Schritte im Klimaschutz, die zusammen eine große Wirkung entfalten können

Die als Entengrütze bekannte Wasserlinse ist vielleicht der Energieträger der Zukunft. In welchen Bereichen man diese kleine Pflanze einsetzen kann und was sie mit Gülle zu tun hat, davon handelt dieser Podcast. (Farmcast)

Diese neue Ideen stärken die Zivilgesellschaft

EU beschließt mehr Schutz für Whistleblower:innen: Organisationen und Behörden sind künftig verpflichtet, sichere Kanäle für die Meldung von Missständen einzurichten. Hinweisgeber:innen sollen Verstöße gegen das EU-Recht möglichst gefahrlos melden können. (Webseite der Europäischen Union)

Lobbyregister für EU-Parlamentarier:innen: Sie dürfen sich künftig nur mit Lobbyist:innen treffen, wenn diese im Transparenzregister der Europäischen Union eingetragen sind. Parlamentarier:innen, die als Berichterstatter:innen Gesetzentwürfe vorlegen oder Ausschüsse leiten, müssen Termine mit solchen Interessensvertreter:innen offenlegen. (Netzpolitik)

Mehr Zivilcourage als gedacht: Jemand wird in der Bahn angepöbelt, gemobbt oder geschlagen – und keiner reagiert? Eine internationale Studie liefert da ermutigende Ergebnisse. In neun von zehn Fällen griff mindestens ein:e Außenstehende:r ein, um dem Opfer von Aggression oder Gewalt beizustehen. (Deutschlandfunk Nova)

Die Armut nimmt ab, im Kleinen kann die Welt gerechter werden

In drei Städten in den USA gibt es keine chronische Obdachlosigkeit mehr. Möglich machte das ein nationales Programms namens „Built for Zero“. Es liefert Beamten die Daten, um genau herauszufinden, wer welche Dienste benötigt. (Fast Company)

In Indien mussten 2011 insgesamt 268 Millionen Menschen mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen. Sie litten laut Definition der Weltbank unter extremer Armut. Inzwischen hat sich ihre Zahl auf weniger als 50 Millionen verringert (was natürlich immer noch zu viele sind). (Times of India)

Eltern mit geringen Einkommen werden durch höhere staatliche Leistungen entlastet. Seit Juli bekommen sie pro Kind (zusätzlich zum Kindergeld) einen von 170 auf 185 Euro gestiegenen Kinderzuschlag. Außerdem erhalten bedürftige Kinder höhere Zuschüsse für Schulsachen. (Tagesspiegel)

In Akron im US-Bundesstaat Ohio hat eine von einer prominenten Stiftung unterstützte Schule eröffnet. Nein, keine Privatschule für Reiche, eine öffentliche Schule für Arme. In dem Bezirk leben 60 Prozent Schwarze, drei Viertel der Familien sind einkommensschwach. (The New York Times)

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Schlussredaktion: Susan Mücke; Bildredaktion: Martin Gommel

Hier nochmals der  Link zum Artikel. 

Die zwölf Tugenden für Welt-Reisende

  1. Beginnen Sie die Reise mit dem Wunsch, mehr über das Land und seine Menschen zu erfahren.
  2. Respektieren Sie die Gefühle der gastgebenden Bevölkerung. Bedenken Sie, dass Sie durch Ihr Verhalten auch ungewollt verletzen können. Das betrifft vor allem das Fotografieren.
  3. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, zuzuhören und zu beobachten, anstatt nur zu hören und zu sehen.
  4. Halten Sie sich vor Augen, dass andere Völker oft andere Zeitbegriffe haben.
  5. Entdecken Sie, wie interessant und wertvoll es sein kann, eine andere Art des Lebens kennen zulernen.
  6. Machen Sie sich mit den örtlichen Sitten und Gebräuchen vertraut. Sie werden sicher jemanden finden, der ihnen dabei hilft.
  7. Legen Sie die Gewohnheit ab, auf alles eine Antwort parat zu haben. Seien Sie einmal derjenige, der eine Antwort haben möchte.
  8. Denken Sie daran, dass Sie nur einer von Tausenden von Touristen im Land sind. Beanspruchen Sie keine besonderen Privilegien.
  9. Wenn Sie etwas günstig eingekauft haben, so denken Sie daran, dass Ihr Vorteil vielleicht nur deshalb möglich war, weil die Löhne im Gastland niedrig sind.
  10. Machen Sie niemandem Versprechungen, wenn Sie nicht sicher sind, sie auch zu halten.
  11. Nehmen Sie sich täglich etwas Zeit, um Ihre Erlebnisse zu verdauen. Sie werden dann mehr von Ihrer Reise haben.
  12. Wenn Sie es auf der Reise wie zu Hause haben wollen, dann verschwenden Sie Ihr Geld nicht fürs Reisen – bleiben Sie lieber daheim.

aus der Broschüre „Touristen-Kompass für die Dritte Welt“, herausgegeben vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit
Quelle: http://www.globetrotter-muenchen.de